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23.09.2026 - Unser Müll optimal verwertet – Werksbesichtigung in der Augsburger Abfallverwertung

Schon gewusst? Es gibt über 3000 Kunststoffarten und -zusammensetzungen, die in der Müllverwertung ankommen. Nur etwa 2/3 der Kunststoffabfälle wandern ins Recycling. Der Rest besteht großteils aus nicht trennbaren Mischkunststoffen, die verbrannt werden. Durch die Müllverbrennung können über 50.000 Haushalte mit Strom und Fernwärme versorgt werden.

Herr Klaus Weigele und zwei Azubis der AVA (Abfallverwertung Augsburg) gewährten den Lehrkräften aus dem Industriebereich und dem Nachhaltigkeitsteam einen Einblick in die Abläufe der Abfallverwertung. Während am Werkstor bei sommerlichen Temperaturen noch Müllfahrzeuge aus Augsburg und Dillingen ankamen, wurde im Konferenzraum gezeigt, wie aus den angelieferten Abfällen Fernwärme, Strom, Biogas sowie Kompost und Dünger für die Landwirtschaft entstehen. Aus den Verbrennungsresten wird das Metall herausgefiltert und verkauft, die restliche Schlacke wird zum Verfüllen von Bergwerken verwendet. Das Recycling der Kunststoffabfälle findet bei externen Entsorgungsfirmen statt.

Die Verwertung des Abfalls durch Aufbereitung, Recycling oder Verbrennung ist im Vergleich zur Lagerung auf einer Deponie sehr sinnvoll. Allerdings stellt Herr Weigele fest, dass es deutlich nachhaltiger und umweltfreundlicher wäre, wenn wir Bürger insgesamt weniger Müll erzeugen würden.

Das kommunale Unternehmen bietet Entsorgungsleistungen für die Stadt Augsburg und die Landkreise um Augsburg herum. Die 188 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AVA haben sehr unterschiedliche und interessante Aufgaben, wie die Kranführer, die den Abfall in die Öfen steuern, die Überwachung der gesamten Anlage an den Monitoren, die kaufmännischen Aufgaben und die Betreuung der IT-Technik.

Margit Fischer, Johannes Mayr

Blick in den Müllbunker

Der fast fertig aufbereitete Kompost mit einigen restlichen Kunststoffteilen

Lehrkräfte der Berufsschule 4 aus dem Industriebereich und dem Nachhaltigkeitsteam