22.06.2026 - Besuch der BM 11C in der Friedensausstellung in der ehemaligen Synagoge Kriegshaber
Bei über 30 Grad tauschte die BM 11C ihr Klassenzimmer mit den kühlen Räumen der ehemaligen Synagoge im Augsburger Stadtteil Kriegshaber. Das frühere jüdische Gottesdienst- und Gemeindezentrum beherbergt aktuell eine interaktive Ausstellung zum Thema Frieden aus dem jüdischen Blickwinkel, durch die uns Frau Müller, die stellvertretende Museumsleiterin, eine interessante Führung gewährte.
Das hebräische Wort „Schalom“ bedeutet nämlich mehr als nur die Abwesenheit von Krieg; es geht um umfassenden Frieden, Zufriedenheit, die Einheit mit sich selbst, der Umwelt und Gott. Es bezieht auch soziale und politische Gerechtigkeit für alle mit ein.
In einer Zeit von Kriegen und bewaffneten Konflikten soll hierbei der Blick bewusst auf das vielfältige Engagement für den Frieden gelenkt werden. Im Mittelpunkt steht die Bedeutung von Dialog, Gerechtigkeit, gelebter Friedenspraxis sowie die gewaltfreie Kommunikation im Alltag.
Besonders beeindruckt war die Klasse von den Beispielen, wie jüdische, christliche und muslimische Frauen in Israel und Palästina gemeinsam Friedensinitiativen ins Leben rufen und sich trotz bestehender Konflikte für ein friedliches Miteinander engagieren.
Auch die vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des jährlichen Augsburger Hohen Friedensfestes für die Friedensstadt Augsburg sowie der Bezug zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs und zum 375-jährigen Jubiläum des Hohen Friedensfests sind ansprechend dokumentiert.
Ein weiterer Höhepunkt war die anschauliche Erklärung der Geschichte der ehemaligen Synagoge und ihre Bedeutung im Wandel der Zeit für die jüdische Gemeinde sowie die die Stadt Augsburg.
Der Besuch bot der Klasse viele interessante Einblicke und machte deutlich, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern immer wieder neu geschützt und gestaltet werden muss.
Die Klasse bedankte sich bei Frau Müller sehr herzlich mit einem kleinen Geschenk.
Maria Schneider

