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16.07.2018 - Zum Jubiläumsjahr der Menschenrechtserklärung der UN 2018

Gemeinsames Projekt über Menschenrechte von GR 11B und BIK 10

 „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ (Art. 1 der Menschenrechtserklärung). Dieser erste Satz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 spricht jedem Menschen – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Nationalität, Geschlecht, Religion, Kultur oder Besitz – die gleiche Würde und die gleichen Rechte zu.

Warum ist dies 70 Jahre später immer noch nicht überall umgesetzt? Wie sieht es damit in den Herkunftsländern unserer BIK-Schüler/innen aus? Welche Hintergründe und Motive haben sie zur Flucht gezwungen? Wie hat sich die Menschenrechtslage sowohl in Europa wie in den Herkunftsländern entwickelt?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Reli-Schüler/innen der Klasse GR 11B zusammen mit der Klasse BIK 10. Die Klassen bildeten Ländergruppen nach den Herkunftsländern der BIK-Schüler/innen: Afghanistan, Guinea, Irak und Kurdistan, Somalia, Syrien, Tatschikistan. Der Rechercheprozess forderte die Gruppen dann durchaus in ihrer Sozialkompetenz und schulte die Teamfähigkeit sowie das Sprachvermögen der BIK.

Die häufig in kompliziertem Deutsch verpackten Infos der einschlägigen Menschenrechtsportale mussten von den GR-Schüler/innen nämlich zuerst in einfache, verständliche deutsche Sprache übersetzt und mit den Erfahrungen der BIK-Schüler/innen abgeglichen werden. Nicht immer stimmten persönliche Erfahrung und Infos aus den Portalen überein. Gemeinsam erarbeiteten die Gruppen dann Präsentationen, die sie anschließend dem Plenum der beiden Klassen vorstellten. In den anschließenden spannenden Diskussionen wurden besonders die bedrohliche Lage der Freiheitsrechte, der Gleichberechtigung der Geschlechter und des Rechts auf Bildung näher beleuchtet. Aber auch die Schönheit und Vielfalt der Länder und die Verbundenheit mit der Heimat kam zur Sprache.

Der ungemein spannende Prozess der Projektphasen ermöglichte nicht nur ein besseres gegenseitiges kulturelles Verstehen, sondern verbesserte auch die Kontakte zwischen den Klassen.

In einigen Schaukästen unseres Schulhauses lassen sich die Ergebnisse bestaunen.

Ein besonderer Dank gilt dabei Annika Schinzel für die tolle Vorarbeit bei der kreativen Erstellung der Länderplakate mit der BIK 10 im Rahmen des Cafes der Kulturen und Georg Brachesci-Mayer für die Unterstützung!

Maria Schneider