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06.01.2019 - Interkulturelle und interreligiöse Verständigung Teil II:

Vielfalt erkunden – Besonderheiten und Gemeinsamkeiten der Religionen erschließen –

Der Berufsalltag in unserer offenen Gesellschaft mit den globalen Wirtschaftsbeziehungen ist zunehmend von interkulturellen Situationen geprägt. Deshalb bereiten Firmen ihre Mitarbeiter/innen verstärkt durch interkulturelle Trainingskurse darauf vor.

Die Klasse DM 10B durfte im Rahmen eines Modellprojektes an unserer Schule nun ebenfalls an einem solchen Seminar teilnehmen. Gerade im Fachbereich Dialogmarketing ist eine Grundkompetenz im Umgang mit Persönlichkeiten unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung besonders grundlegend.

Frau Nermina Idriz, die als Pädagogin und interkulturelle Trainerin besonders im Sozialbereich in Penzberg und München tätig ist, führte die Auszubildenden in die Grundkenntnisse ein. Praktische Übungen halfen, Verhalten und Einstellung zu reflektieren und verschiedene Kulturen besser zu verstehen.

So befassten sich die Teilnehmer/innen mit Herkunft und Bedeutung ihres eigenen Namens. Frau Idriz erschloss im Austausch die Bedeutung auf dem Hintergrund verschiedener Sprach- und Kulturwelten. Allen Beteiligten wurde sehr nachhaltig bewusst, was es bedeutet, respektvoll mit dem eigenen Namen angesprochen zu werden sowie den Gesprächspartnern verschiedener kultureller und religiöser Prägungen Wertschätzung entgegenzubringen.

Eine angemessene Begrüßung, schon die korrekte Aussprache des Namens öffnet Türen und schafft Sympathie, sei es als Kollege, Kunde, Geschäftspartner/in, Freund/in oder Mitschüler/in.

Am Ende der sehr kurzweiligen Fortbildung durften die Schüler/innen ein Dokument mit nach Hause nehmen, das die Behandlung folgender Inhalte bestätigt:

  • Was ist Kultur? Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff
  • Besonderheiten in der interkulturellen Kommunikation (verbal und nonverbal)
  • Reflexion der eigenen kulturellen und religiösen Prägung
  • Praxishilfen
  • Gemeinsamkeiten in den Religionen; Islam; Frauenrollen, Erziehungsstile

Am Ende des Schulungsnachmittags stellte sich heraus, dass die Zeit bei Weitem nicht reichte, um gerade auch die Vielfalt religiöser Fragen und Diskussionspunkte ausreichend zu besprechend. So blieb die Frage: „Wann machen wir weiter?“

Ein ganz besonderer Dank gilt Frau Christiane Lembert-Dobler vom Friedensbüro der Stadt Augsburg, die mit Erfahrung und Knowhow die Planung und Durchführung der Veranstaltung begleitet und durch die Finanzierung erst ermöglicht hat!

Maria Schneider, Jürgen Johan