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17.04.2019 - Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage: Filmwoche im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus im März 2019

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage: Filmwoche im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus im März 2019

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Welserschule wieder aktiv und zahlenmäßig stark vertreten an den Internationalen Wochen gegen Rassismus: In Kooperation mit dem Kinodreieck Augsburg sahen mehr als 800 Schüler das filmische Highlight Green Book.

Es war ein ausgesprochen gutes Timing, dass der Film – nur wenige Wochen nach der Auswahl und seiner Buchung in den Kinosälen der Fuggerstadt für diese Aktion – den Oscar als bester Film bei den Academy Awards gewinnen konnte. Mit dermaßen starkem Rückenwind und medialer Aufmerksamkeit konnte so das Thema Rassismus, Ausgrenzung und Vorurteile bei den Schülern der Welserschule ganz neu und aus einer erfrischenden Perspektive ins Bewusstsein gerufen werden: Ebenso eindrücklich wie kurzweilig (der Applaus am Ende der Vorstellungen sprach für sich) schildert der Film auf brilliante Weise zunächst den durch Rassismus geprägten Alltag in den USA der 1960er Jahre: weiß gegen schwarz als Leitmotiv, aber auch italienisch-stämmige gegen irisch-stämmige Weiße und diese wiederum auf ihre ganz eigene Weise gegenüber Afroamerikanern.

Mit einem erfrischenden Augenzwinkern eröffnet der Film ganz allmählich den Weg zu einer neuen Perspektive aufeinander: durch das Aufeinander einlassen, Begegnungen, Gespräche und gegenseitiges Kennenlernen, idealerweise durch ein Eintauchen in die jeweilige Welt des anderen. Verblüffend für die Beteiligten war, wie häufig es auch aus Sicht der Schüler der Welserschule im Deutschland der Gegenwart ähnliche Entsprechungen gibt und, dass eine Vielzahl der Schüler – mit Migrationshintergrund, ebenso wie die sogenannten „Bio-Deutschen“ – über Erfahrungen mit Alltagsrassismus, Ausgrenzung und Klassendenken zu berichten hatten. Es bleibt also weiterhin viel zu tun, gegen Rassismus und für Zivilcourage im alltäglichen Umgang miteinander…

In den Wochen rund um den Kinobesuch wurde der Film im Unterricht entsprechend vor- und nachbereitet, schwerpunktmäßig in den Ethik, Religions- und Sozialkundestunden. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dieser Filmbeitrag Spuren hinterlassen hat und einen neuen Denkanstoß gegen (Alltags-)Rassismus vermitteln konnte. Ein herzlicher Dank deshalb den vielen Schülern, Lehrern und Betreibern sowie Mitarbeitern des Kinodreiecks für ihren engagierten Beitrag gegen Rassismus und Ausgrenzung!

Boris Hauschild, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SOR-SMC)