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07.02.2018 - Menschenwürde im Netz? – Medienkompetenz in Zeiten von Cybermobbing

„Es war ja nicht so gemeint, das war ja nur Spaß!“, sei häufig die Reaktion der Täter, die in der Anonymität des Netzes feige im Hintergrund agieren können und dabei nicht von Angesicht zu Angesicht erleben, was sie anrichten.

Polizeihauptkommissar Klaus Kratzer, als Präventionsexperte für den Bereich Cybermobbing und Zivilcourage zuständig, machte bei der Veranstaltung „Menschenwürde im Netz – (wie) geht das?“ die Schüler/innen der Klassen FL 10A, SP 10B, FA 11B und BM 11B betroffen und teilweise sehr nachdenklich.

Ca. 800-900 Nachrichten sendet ein schwäbischer Jugendlicher im Durchschnitt – täglich. Dabei sei auch der Anteil der beleidigenden, verletzenden, ja teils massiv zerstörerischen Botschaften nicht zu unterschätzen. Häufig seien sich die Täter der Strafbarkeit ihrer Handlungen nicht bewusst wie z. B. beim Weiterleiten von erhaltenen Sexvideos oder intimer Fotos der Ex-Freundin.

Aber auch bei Mitteilungen im Netz über das Privatleben rät der Kommissar zur Zurückhaltung: „Es muss ja nicht gleich die ganze Welt erfahren, wenn ich am Wochenende über den Durst getrunken habe. Mein Arbeitgeber macht sich dabei sicher seine eigenen Gedanken. Das Netz vergisst nichts!“

„Weniger posten, weniger online-sein, weniger mobben, mehr darauf achten, ob eine Nachricht andere verletzt“, nahmen sich die Teilnehmer/innen im Anschluss daran vor; vor allem aber „sich mit Freunden direkt treffen als nur im Netz!“

Ein herzliches Dankeschön gilt neben Herrn Kratzer für den mitreißenden Vortrag besonders auch dem Vorbereitungsteam: Antonia Endres, Sophia Krainik (beide Andreas Schmid Logistik), Leon Gonzalez (DB Schenker), Veronika Schweizer (Kühne + Nagel), David Herman (Segmüller) und Klassensprecher Jermyn Körner (Fa. Dachser).

Maria Schneider