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31.08.2017 - KRASS! – Hauptsache radikal

Schüler der DMK 11B mit Herrn Schuster

„Sind Religionen die eigentliche Ursache für Krieg, Ausgrenzung und Gewalt? Warum wollen Mädchen plötzlich in den Dschihad? Was ist Salafismus? Welche Menschenbilder stecken hinter Fundamentalismus und Extremismus? Welche Ursachen und Hilfen gibt es im Zusammenhang mit Radikalisierung?“, solche Fragen beschäftigten – je nach Jahrgangsstufe und Lernsituation – verschiedene Klassen im vergangenen Schuljahr im Religionsunterricht.

Persönliche, religiös begründete, gesellschaftliche, politische, globale Aspekte konnten dabei herausgearbeitet und vertieft werden.

Die Klassen FLL 11E und DMK 11B erhielten in zwei Präventions-Workshops mit Herrn  Wolf-Dieter Schuster, dem Beauftragten für Demokratie und Toleranz der Staatlichen Schulberatung in Bayern,  einen sehr qualifizierten Einblick besonders in die aktuelle rechte und islamistische Szene, deren Werbestrategien sowie Hilfsangebote.

Herr Schuster hatte dazu bereits zu Beginn des Schuljahres eine Lehrerfortbildung angeboten.

Höhepunkt des Prozesses war ein Workshop-Tag an der Berufsschule 6 am Schuljahrsende mit dem  Jungen Theater Augsburg und qualifizierten Theaterpädagogen und Coaches sowie den Präventionsbeauftragten von ufuq (Islam, Islamismus, Islamfeindlichkeit), an dem 6 Klassen teilnehmen konnten.

Koordinatorin Frau Nering und Regisseurin Fau Reng (v. l. hinten) mit dem Team des JT Augsburg und Frau Schneider

Das  Impulstheaterstück „KRASS! – Hauptsache radikal“ der Regisseurin Susanne Reng griff zum Einstieg sechs authentische jugendliche Szenen von Dschihad-Girls, IS-Kriegern, Hooligans, Gangstas und Neonazis auf. Die Methodik der theaterpädagogischen Vertiefung ermöglichte eine  inhaltliche Auswertung auf einer recht persönlichen und ganzheitlichen Ebene. „Die Veranstaltung war nicht nur voll interessant, sondern hat uns wirklich was gebracht“, so die abschließende Bewertung der KLassen.

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Unterstützer/innen, ohne die dieser Tag nicht möglich gewesen wäre:

  • Frau Reng, Frau Nering und das Junge Theater Augsburg
  • allen Teamern und Coaches
  • Herr Schuster
  • der Berufsschule 6 für die Gastfreundschaft
  • der Fachstelle Jugend und Bildung der Stadt Augsburg
  • allen engagierten Begleitlehrkräften und der Schulleitung
  • dem SOR-Team und natürlich

allen unseren interessierten und motivierten Schülerinnen und Schülern

Maria Schneider