Nachrichten

28.01.2018 - Falsche Fuffzger in den Bankklassen

Frau Sabrina Mohrherr von der Deutschen Bundesbank, Filiale Augsburg, informierte in der 4. Kalenderwoche alle Bankklassen der Jahrgangsstufe 11 über Falschgeld.

Zunächst berichtete Frau Mohrherr über die bisher eingeführten Banknoten der neuen Europaserie (5 €, 10 €, 20 € und 50 €) und deren Merkmale. Im laufenden Jahr 2018 werden die neuen 100 €- und 200 €-Noten herausgegeben. Ende 2018 wird dann die Produktion des 500 €-Scheins eingestellt, der aber unbegrenzt gesetzliches Zahlungsmittel bleibt. Als Grund für die Einstellung erkannten die Schülerinnen und Schüler sofort, dass die 500 €-Noten wohl gerne für die Bezahlung illegaler Geschäfte benutzt werden. Im normalen Geschäftsbetrieb spielt dieser Schein keine große Rolle, da er von den Händlern oft nicht angenommen wird.

Danach ging Frau Mohrherr zum Thema Falschgeld über. Falschgeld wird oft über den Einzelhandel in den Geldkreislauf eingeschleust. Die Erkennungsquote beträgt dort aber nur 10 – 15 %. Die meisten gefälschten Scheine sind die “Fuffzger”. Hauptherstellungsländer sind bevorzugt Süditalien und Südosteuropa. Bei der Deutschen Bundesbank in Augsburg landen 3 – 4 falsche Banknoten pro Woche.

Anschließend erläuterte Frau Mohrherr die verschiedenen Sicherheitsmerkmale der ersten Serie und der neuen Europaserie. Dann durften sich die Schülerinnen und Schüler selbst erproben, ob sie Falschgeld erkennen. Sie erhielten von jeder im Umlauf befindlichen Banknote einen echten und einen gefälschten Schein. Für unsere Bankschülerinnen und -schüler war es kein Problem, den gefälschten Schein herauszufinden. Dabei unterstützen könnte auch die kostenlose App der Deutschen Bundesbank. Händler setzen zur Erkennung verschiedene Prüfhilfsmittel ein.

Dann gab es noch Tipps, wie man sich verhält, wenn man von einer anderen Person Falschgeld erhält. Die Bankazubis wissen, dass sie das Falschgeld gegen Quittung einbehalten, Informationen zum Erhalt erfragen und Bundesbank/Polizei einschalten müssen. Frau Mohrherr erwähnte, dass bei Fehlverhalten eine Geldbuße bis 100.000,00 € drohe. Banknoten selbst zu fälschen ist ein Straftatbestand und wird mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 1 Jahr belegt. Nicht als Falschgeld gelten sog. Blüten. Dazu gehört auch z.B. Monopolygeld.

Wir danken Frau Mohrherr und der Deutschen Bundesbank für den interessanten Vortrag.

Winfried Wanner