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26.07.2017 - Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr besuchte die Berufsschule IV

Auf Einladung von Bundestagsabgeordneter Ulrike Bahr (SPD) fahren am kommenden Sonntag zwei Klassen, IND11A und C, mit ihren Klassenleitern Herrn Mayer und Herrn Steurer nach Berlin. Da sich die Parlamentarier in Berlin bereits in die Sommerpause verabschiedet haben, besuchte uns Frau Bahr am Montag vorher, 10. Juli 2017, in der Schule, um ihre Arbeit als Mitglied des Deutschen Bundestages vorzustellen.

Sie ging dabei insbesondere auf ihr Demokratieverständnis ein. Demokratie heiße nicht, immer recht zu haben, auch gebe es keine einfachen Schwarz-weiß-Lösungen. Demokratie sei anstrengend und mit Arbeit verbunden, man benötige Grips. Für viele, insbesondere junge Menschen in Deutschland sei Demokratie inzwischen selbstverständlich bis alltäglich; sie seien damit aufgewachsen. Trotzdem sei es lohnenswert, sich politisch einzumischen.

Die SPD habe gerade ihr Wahlprogramm aufgestellt, die Partei ziehe ohne Koalitionsaussage in die Bundestagswahlen am 24. September. Frau Bahr rechnet damit, dass mögliche Koalitionsverhandlungen noch schwieriger würden als vor vier Jahren. Mit der FDP und evtl. der AFD könnten weitere Parteien in den Bundestag einziehen. Die SPD sei offen für Koalitionsgespräche mit allen Parteien außer der AFD. Wichtig sei es, die eigenen Grundwerte einzubringen. Rückblickend auf die aktuelle Regierungskoalition, gegen die sie sich ursprünglich ausgesprochen habe, meinte sie, die SPD habe sehr viele Dinge voranbringen können.

Sie empfahl den Schülern, sich in Berlin das Reichstagsgebäude genauer anzuschauen. Angesichts der dunklen deutschen Geschichte sei es bewusst transparent gestaltet. Der weltweit mit am meisten besuchte Parlamentssaal ermögliche von der Kuppel aus Einsicht in die Arbeit der Volksvertreter.

Bildungspolitisch wünscht sich die SPD-Abgeordnete eine Ausbildungsplatzgarantie sowie eine Mindestausbildungsvergütung. Als Bundespolitikerin hätte sie gerne mehr Mitsprache in Bildungsfragen, für die aber die Länder zuständig seien.

Frau Bahr schloss mit einem dringenden Appell an die jungen Leute: „Geht wählen!“

Christian Steurer