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09.07.2018 - Alles Müll oder was? Multivision über den Umgang mit Ressourcen

„Aber wenn ich mich entscheide weniger zu kaufen, dann werden doch weiterhin so viele Produkte hergestellt!“ „Die Politiker müssen Gesetze machen, damit nicht so viel Müll entsteht!“ Aussagen wie diese kamen bei der Veranstaltung „RedUSE – über den Umgang mit den Ressourcen dieser Erde“ zur Sprache.

Der Verein Multivision e. V., vertreten von Herrn Simonis, der durch die Veranstaltung führte, ermöglichte den Klassen BM 11A und GR 10A einen Blick über den Tellerrand des täglichen Konsums hinaus. In einer animierten Präsentation zeigte Herr Simonis beispielsweise, dass wir in Deutschland pro Kopf und Jahr 617 kg Müll produzieren, sowohl zu Hause, als auch in öffentlichen Abfalleimern. Er zeigte den Zusammenhang zwischen Ressourcenabbau und Klimawandel. Die Schülerinnen und Schüler konnten sehen, aus welch großen und tiefen Löchern die Rohstoffe für all die Produkte kommen, die sie täglich verwenden. Und was mit dem Müll geschieht, wenn er weggeworfen wird. Dabei kam sehr deutlich heraus, welchen Anteil jeder Einzelne von uns als Konsument an der Umweltverschmutzung weltweit hat, beispielsweise die Verseuchung von Böden und Regenwaldrodung beim Abbau von Rohstoffen für unsere Handys, die Belastung der Meere mit Mikroplastik aus dem Müll, den wir wegwerfen. Mit „wir“ ist insbesondere das eine Viertel der Menschen in den „reicheren“ Nationen gemeint, die für ¾ des Ressourcen-Verbrauchs verantwortlich sind.

Gemeinsam mit den Berufsschule II und V konnten wir etwa 50 Schülern unserer Schule diese Veranstaltung ermöglichen. Der Förderverein der Welserschule und Sponsoren (Stadtsparkasse Augsburg, meteocontrol GmbH, Büro für Nachhaltigkeit, Schubert Bio & Vollwert-Bäckerei, Umweltstation, Europa-Möbel Umweltstiftung) machten es möglich, dass unsere Schüler lediglich die Fahrtkosten zur Berufsschule II übernehmen mussten. Die meisten davon umweltfreundlich mit der Straßenbahn. Von allen drei Berufsschulen nahmen etwa 250 Schülerinnen und Schüler teil.

Was kann ich nun tun, damit Ressourcen geschont werden? Das wurde in einem etwa halbstündigen Film auf sehr anschauliche Weise gezeigt: Nur so viel kaufen, wie man braucht, beim Kauf auf Qualität achten, Gegenstände wie Handys und Klamotten so lange wie möglich nutzen, gebrauchte Sachen weiterverkaufen oder tauschen statt wegwerfen usw. Und: nicht warten, bis „die anderen“ etwas unternehmen, sondern selbst handeln.

Johannes Mayr

 

Artikel aus der Augsburger Allgemeinen vom 05.07.2018: